Geschichte

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1895 Das Jahr der Gründer

Das Jahr 1895 war ein herausragendes Jahr. Im kaiserlichen Deutschland herrschte Hochkonjunktur. Technischer Fortschritt, Hochindustrialisierung und zahlreiche unternehmerische Neugründungen prägten die rasante Wirtschaftsentwicklung dieser Zeit. 1895 war auch das Jahr von Bruno Gräfe und der Grundstein für einen Traditionsbetrieb, der seines Gleichen sucht. Am 21. Dezember 1895 meldete der Maurer- und Zimmerermeister Bruno Gräfe im Alter von 24 Jahren bei der Stadt Pulsnitz sein Gewerbe an und gründete den Handwerksbetrieb, aus dem die heutige Firma „Bau Gräfe GmbH“ einstmals hervorging. Für die Gründung eines Handwerksbetriebes konnte es keinen besseren Zeitpunkt geben. Der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland wirkte sich nicht zuletzt auch auf das Bauwesen und vor allem den Wohnungsbau aus. Der Bedarf an Industrie- und Wohngebäuden wuchs stetig. Die Belege der architektonischen Meisterleistungen aus dieser Zeit finden wir noch heute in Klein- und Großstädten deutschlandweit und vor allem in Sachsen. Zumeist liebevoll und aufwendig restauriert, spiegeln sie den Glanz und die Wirtschaftsblüte dieser Zeit wieder. Wo gebaut wurde, brauchte man vor allem Eines, Baumaterialien. Bruno Gräfe verstand es, auch diesen Wirtschaftszweig unternehmerisch zu nutzen. Er betrieb ein eigenes Sägewerk und baute eine insolvente Ziegelei in Pulsnitz neu auf. Kurz darauf wurde er Teilhaber einer weiteren Ziegelei. Da braucht es nicht viel Phantasie und unternehmerischen Weitblick, um sich vorzustellen, welchen Vorteil diese Konstellationen mit sich brachten. Der Erfolg war programmiert. Der 21. Dezember 1895 war nicht nur die Geburtsstunde eines neuen Handwerkbetriebes. Am selben Tag erblickte auch der Sohn von Bruno Gräfe, Richard Gräfe, das Licht der Welt. Sein späterer beruflicher Weg war wohl vorgezeichnet. Nach dem er bei seinem Vater in die Lehre ging, legte er 1923 die Baumeisterprüfung ab.

1923 Frischer Wind im „Baugeschäft Bruno Gräfe“

Der Handwerksbetrieb bekam nun perfekte Unterstützung und frischen Wind. Mit dem Meisterbrief in der Tasche und jeder Menge Zukunftsvisionen trat Richard Gräfe nun seinen Weg im Unternehmen an der Seite seines Vaters an und erweiterte gemeinsam mit ihm die Geschäfte. Mit der Entfaltung neuer Geschäftsfelder wuchs der Bedarf an Fachkräften. Mit dem Wachstum des Unternehmens stieg die Zahl der Arbeitsplätze in den darauffolgenden Jahren enorm an. Ende der 30er Jahre waren in der Firma fast 150 Mitarbeiter beschäftigt.

1923 Frischer Wind im „Baugeschäft Bruno Gräfe“

Der Handwerksbetrieb bekam nun perfekte Unterstützung und frischen Wind. Mit dem Meisterbrief in der Tasche und jeder Menge Zukunftsvisionen trat Richard Gräfe nun seinen Weg im Unternehmen an der Seite seines Vaters an und erweiterte gemeinsam mit ihm die Geschäfte. Mit der Entfaltung neuer Geschäftsfelder wuchs der Bedarf an Fachkräften. Mit dem Wachstum des Unternehmens stieg die Zahl der Arbeitsplätze in den darauffolgenden Jahren enorm an. Ende der 30er Jahre waren in der Firma fast 150 Mitarbeiter beschäftigt.

1925 Die nächste Generation erblickt das Licht der Welt

Im Jahre 1925 wurde die Familie Gräfe mit einem weiteren männlichen Nachkommen beschenkt. Der Sohn Richard Gräfes, Hans, wurde geboren. Auch die berufliche Karriere von Hans Gräfe war vorbestimmt. Nach dessen Bauingenieurstudium sammelte Hans zunächst drei Jahre Berufserfahrung, um danach das Unternehmen alleine weiter zu führen.

1972 „Volkseigentum“

„Eigentum des Volkes“. Was sich zunächst als große Errungenschaft im Namen einer gerechten Welt anhört, war in Wahrheit in vielen Fällen großes Unrecht. Das Jahr 1972 war für mittelständische private Unternehmen in der ehemaligen DDR kein gutes Jahr. Viele private Betriebe, die sich noch über die Zeit hatten retten können, ereilte das Schicksal der späten Enteignung. Auf der Grundlage eines Beschlusses des Ministerrates der DDR vom 9. Juli 1972 erfolgte der Entzug betrieblichen Vermögens. Zunächst über staatliche Zwangsbeteiligungen, bei welchen sich der Staat natürlich die Mehrheit sicherte. Nach und nach wurden die Alteigentümer der Unternehmen aus ihren Betrieben und teilweise noch in gehaltenen Positionen herausgedrängt. Auch das „Baugeschäft Bruno Gräfe“ war von dieser Enteignung betroffen. Die nun 1972 zu Volkseigentum gewordene Firma wurde zum VEB Bau Pulsnitz unter der Leitung von Hans Gräfe. Im Jahre 1981 wurde dieser Betrieb der damaligen BMK Kohle (dem Bau und Montagekombinat Kohle) und Energie Bautzen angeschlossen. Die Betriebsimmobilien wurden von dem VEB Bandtex aufgekauft. Diese Enteignung war das vorläufige Aus für das „Baugeschäft Bruno Gräfe“.

1972 „Volkseigentum“

„Eigentum des Volkes“. Was sich zunächst als große Errungenschaft im Namen einer gerechten Welt anhört, war in Wahrheit in vielen Fällen großes Unrecht. Das Jahr 1972 war für mittelständische private Unternehmen in der ehemaligen DDR kein gutes Jahr. Viele private Betriebe, die sich noch über die Zeit hatten retten können, ereilte das Schicksal der späten Enteignung. Auf der Grundlage eines Beschlusses des Ministerrates der DDR vom 9. Juli 1972 erfolgte der Entzug betrieblichen Vermögens. Zunächst über staatliche Zwangsbeteiligungen, bei welchen sich der Staat natürlich die Mehrheit sicherte. Nach und nach wurden die Alteigentümer der Unternehmen aus ihren Betrieben und teilweise noch in gehaltenen Positionen herausgedrängt. Auch das „Baugeschäft Bruno Gräfe“ war von dieser Enteignung betroffen. Die nun 1972 zu Volkseigentum gewordene Firma wurde zum VEB Bau Pulsnitz unter der Leitung von Hans Gräfe. Im Jahre 1981 wurde dieser Betrieb der damaligen BMK Kohle (dem Bau und Montagekombinat Kohle) und Energie Bautzen angeschlossen. Die Betriebsimmobilien wurden von dem VEB Bandtex aufgekauft. Diese Enteignung war das vorläufige Aus für das „Baugeschäft Bruno Gräfe“.

1990 Das Jahr der Auferstehung

Wer erinnert sich nicht gern zurück an diesen wunderbaren Moment. Der Verlauf der Geschichte Deutschlands wurde korrigiert. Mit dem Fall der Mauer kam wieder zusammen, was zusammen gehört. Am 01. August 1990 - einem für das Unternehmen nicht weniger geschichtsträchtigen Tag als der 21. Dezember 1895 - wurde der Betrieb reprivatisiert. Die Geschäftsführung des wiedererlangten „Baugeschäft Bruno Gräfe“ teilte sich nun Hans Gräfe mit seinen beiden Kindern, Elisabeth Zenker und Reinhardt Gräfe. Ganz der familiären Tradition folgend, absolvierten die Beiden nach ihrer Lehre ein Bauingenieursstudium. Mit profundem neuen Wissen ausgerüstet und hochmotiviert machten die Drei sich ans Werk, den Baubetrieb wieder mit Leben auszufüllen. Anfänglich waren ca. 20 Maurer und Zimmerer beschäftigt. Der Betrieb wuchs jedoch stetig. Genau wie bereits fast 100 Jahre zuvor, als Bruno Gräfe den Grundstein legte, partizipierte das Bauhandwerk und so auch das „Baugeschäft Bruno Gräfe“ von der großen Nachfrage an Bauleistungen. Ende der 90er Jahre beschäftigte das Unternehmen knapp 90 Maurer, Betonbauer, Zimmerer und Dachdecker.

2002 bis 2008 Schicksalsjahre einer Firma

2002 gründeten Hans und Reinhardt Gräfe eine GmbH, welche unter dem Namen „H+R Bau GmbH“ firmierte. Kaum ein Wirtschaftszweig bekommt Konjunkturschwankungen so zu spüren, wie die Bauwirtschaft. Das Ende des Baubooms zur Jahrtausendwende hinterließ seine Spuren. Die Nachfrage an Baumaterialien und Bauleistungen ging stark zurück, wodurch der Mitarbeiterstamm erheblich reduziert werden musste. In all diesen bewegten Jahren von 1990 bis 2008 war Brunhild Gräfe, die Ehefrau von Hans Gräfe und Mutter von Elisabeth Zenker und Reinhardt Gräfe, die starke Frau im Büro, die die kaufmännischen Fäden in der Hand hielt. Auch die Wirtschaftskrise 2008 machte nicht Halt vor dem „Baugeschäft Bruno Gräfe“. Ein neues Firmenmodell und neue Unternehmensstrategien mussten her.

2002 bis 2008 Schicksalsjahre einer Firma

2002 gründeten Hans und Reinhardt Gräfe eine GmbH, welche unter dem Namen „H+R Bau GmbH“ firmierte. Kaum ein Wirtschaftszweig bekommt Konjunkturschwankungen so zu spüren, wie die Bauwirtschaft. Das Ende des Baubooms zur Jahrtausendwende hinterließ seine Spuren. Die Nachfrage an Baumaterialien und Bauleistungen ging stark zurück, wodurch der Mitarbeiterstamm erheblich reduziert werden musste. In all diesen bewegten Jahren von 1990 bis 2008 war Brunhild Gräfe, die Ehefrau von Hans Gräfe und Mutter von Elisabeth Zenker und Reinhardt Gräfe, die starke Frau im Büro, die die kaufmännischen Fäden in der Hand hielt. Auch die Wirtschaftskrise 2008 machte nicht Halt vor dem „Baugeschäft Bruno Gräfe“. Ein neues Firmenmodell und neue Unternehmensstrategien mussten her.

2012 „Wer aufgibt, hat bereits verloren - Die Gründung der „Bau Gräfe GmbH“

Zu jedem Erfolg gehören auch Niederlagen. An ein Aufgeben denkt man bei der Familie Gräfe nicht. Und so wurden neue Wege gefunden, die Bauunternehmung in bewährter Familientradition fortzuführen. Die Geschwister Elisabeth Zenker und Reinhardt Gräfe übernahmen 2012 die „H+R Bau GmbH“, welche in die „Bau Gräfe GmbH“ umbenannt wurde. Schlanker, moderner und innovativer sollte es 2012 in die Zukunft gehen. Weil Traditionen bis in die heutige Zeit bei den Gräfes verpflichtend sind, bekam die „Bau Gräfe GmbH“ auch einen weiteren neuen Hoffnungsträger. Sohn Raphael Gräfe absolvierte von 2008 bis 2012 sein Studium an der HTW Dresden zum Bauingenieur. Im März 2015 stieg er zunächst als Bauleiter und Prokurist in die Firma ein. Seit April 2016 bis heute führt Raphael Gräfe in 5. Generation und als alleiniger Geschäftsführer den traditionsreichen Familienbaubetrieb. Die Firma „Bau Gräfe GmbH“ ist auch heute wieder ein erfolgreich agierendes Bauunternehmen mit gesunden Strukturen und einem hohen Qualitätsbewusstsein. Die Bewahrung der guten alten Traditionen, modernes Know-how und der feste Zusammenhalt im Unternehmen bilden ein solides Fundament.

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